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Dezember 2017

Wirtschaftsprognose für Polen für 2018

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Wachstumsprognose für das BIP in Polen für die Jahre 2017 und 2018 erhöht.  Nach OECD wird das BIP 2017 um 4,3% wachsen, im Vergleich zu den früher erwarteten 3,6%, und 2018 – um 3,5%, im Vergleich zu den früher angenommenen 3,1%. Die Änderung der Prognose erfolgte nach der Bekanntgabe der Ergebnisse für das 3. Quartal des Jahres, wenn die Wirtschaft Polens am schnellsten seit 6 Jahren wuchs: um 4,9%.

Eine umfassende Prognose für Polen hat eine der größten Investitionsbanken weltweit - Morgan Stanley - in dem neuesten Bericht veröffentlicht.

 

Prognosen für die Wirtschaft Polens bis 2019 - Dynamik in %

 

2017

2018

2019

BIP

4,2

4,4

3,8

Verbrauch

4,9

3,8

3,0

Investitionen

1,3

8,6

6,9

Export

5,1

5,0

4,8

Import

6,9

5,4

5,2

Arbeitslosigkeit

5,1

4,2

3,9

Inflation

1,9

2,2

2,5

Öffentliche Verschuldung (% BIP)

52,7

52,3

52,6

Quelle: Morgan Stanley & Co., New York, Warschau


Besorgnis erregt die niedrige Investitionsrate, die durch das unstabile Recht und Unsicherheit in Bezug auf Steuern hervorgerufen ist. Analytiker sind jedoch der Meinung, dass die Dynamik der Investitionsauflagen in Polen deutlich zunehmen soll (im 3. Quartal 2017 machte sie fast 3,3% aus). In der nächsten Zeit kommt noch ein zusätzliches Faktor für die Steigerung der Investitionsauflagen hinzu: die entscheidende Phase der Infrastrukturprojekte, die aus den EU-Mitteln im Rahmen der Finanzperspektive 2014-2020 mitfinanziert werden, beginnt.

Die Drehscheibe für die Wirtschaft Polens bleibt der Verbrauch. Angekurbelt wird er u.a. durch die Mittel aus dem Regierungsprogramm „500+" für Familien mit Kindern. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt – die zunehmenden Lohnerhöhungen und die sinkende Arbeitslosenrate - begünstigt die Verbrauchanfrage. Die Arbeitslosenrate in Polen schwankt um die 6%, und in der besten Region – Wielkopolska – ist unter 4% gesunken (in der Hauptstadt der Region – Posen – unter 1.5%). Trotz der spürbaren Preiserhöhung (hauptsächlich von Treibstoffen und Lebensmitteln) soll die Inflation das Ziel der Polnischen Nationalbank (NBP) von 2,5% nicht überschreiten.

Das Verbrauchswachstum wird u.a. in der enormen Anfrage nach Neuautos widerspiegelt. In den ersten 3 Quartals 2017 meldeten Polen 355,5 Tausend Neuautos an, d.h. um 17,3% mehr als im Vorjahr. Es wird prognostiziert, dass knapp eine halbe Million neue Pkws und leichte Lieferwagen im folgenden Jahr in Polen verkauft werden, also mehr als in Ungarn, Tschechien und in der Slowakei insgesamt. Der Automarkt ist oft als Wirtschaftsbarometer gesehen. Die günstige Lage des Automarktes bestätigt also die guten Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Polen in dem kommenden Jahr.

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