November 2026

Energiewende in der Subregion Konin

Bis Ende 2026 werden in der Subregion Konin (östliche Wielkopolska) der Braunkohleabbau und folglich die Stromerzeugung aus diesem Rohstoff endgültig eingestellt. Der Großbergbau in dieser Region wird schrittweise stillgelegt. Im März dieses Jahres wurden große, schwere Bergbaumaschinen außer Betrieb gesetzt. Mit dem Ende des Jahres 2026 stellt das Bergwerk die Rohstoffförderung endgültig ein, was die über 80-jährige Ära der Koniner Braunkohle definitiv beendet, und die verbleibende Belegschaft wird sich ausschließlich auf Aufgaben im Zusammenhang mit der Rekultivierung der Bergbaufolgeflächen konzentrieren.

Das ehemalige Bergbaugelände ist das erste Gebiet in Polen mit einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energiequellen. Die Gesamtleistung der in Betrieb befindlichen Windparks in der Subregion Konin beträgt knapp 79 MW und soll im Endausbau 430 MW erreichen. Die dort betriebenen Photovoltaikparks erreichen wiederum bereits jetzt eine Leistung von 450 MW, wovon der größte in Kleczew 250 MW ausmacht. Perspektivisch sehen die Investitionspläne in den kommenden Jahren einen Anstieg der Leistung der Photovoltaikparks auf über 900 MW vor. Zudem befindet sich ein Gaskraftwerk mit einer Leistung von 562 MW im Bau, dessen Inbetriebnahme für das nächste Jahr geplant ist.

Diese Investitionen werden die bestehende Infrastruktur des ehemaligen Kohlekraftwerks nur teilweise nutzen, und die auf diese Weise erzeugte Energie wird die funktionierenden Übertragungsnetze nicht vollständig auslasten. Die Pläne sehen daher den Bau eines kleinen Kernkraftwerks vor. Dieses wird aus einer Flotte kleiner modularer Kernreaktoren (SMR) mit einer Leistung von jeweils 300 MW bestehen, die die innovative BWRX-300-Technologie nutzen. Der erste Reaktor mit dieser Technologie wird derzeit in Darlington in der Provinz Ontario in Kanada gebaut, und ein weiteres Projekt mit einem Reaktor dieses Typs hat die Baugenehmigung in Clinch River im Bundesstaat Tennessee in den USA erhalten.

In der Subregion Konin werden sechs BWRX-300-Kernreaktoren mit einer Gesamtleistung von 1800 MW entstehen. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits zwischen der Energiegruppe ZE PAK – dem Eigentümer des Geländes und der Energieinfrastruktur – und der Firma SGE, einem polnischen Unternehmen, das sich mit der Entwicklung kleiner modularer Reaktoren befasst, unterzeichnet. Es ist erwähnenswert, dass SGE zusammen mit dem polnischen Multienergiekonzern Orlen ein Projekt zum Bau von 26 BWRX-300-Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 7.800 MW an sechs weiteren Standorten in Polen umsetzt.

 

 

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